HSG Langenargen-Tettnang

1. Herren - Wirklich ein Debakel

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ULM (jgp) – Die Bezirksklasse-Handballer der HSG Langenargen-Tettnang I sind am Samstag mit einer 22:31-Niederlage vom Spiel bei Ulm&Wiblingen II heimgekehrt. Die Pleite beim Tabellenletzten war so überraschend wie ärgerlich – „und ich habe auch einen Tag später noch keine Erklärung dafür“, sagte der HSG-Trainer Clemens Balle am Sonntag, „wir waren nach dem Spiel alle geschockt.“

Die Gastgeber kamen nach zehn Minuten immer besser ins Spiel und Langenargen-Tettnang konnte nicht den nötigen Gang hochschalten. Zwar zeigte sich, dass die Ulmer nicht die spielerische Qualität von Langenargen-Tettnang haben. Aber sie nutzten ihre Chancen, und die HSG machte es ihnen mit einer desaströsen Abwehrleistung leicht. Selbst eine starke Torhüterleistung in der ersten Hälfte konnte daran wenig ändern. Von 6:9 über 6:12 ging es beim Stand von 10:14 aus HSG-Sicht in die Pause.

Nach Seitenwechsel hatte Ulm&Wiblingen II eine weitere starke Phase und erhöhte von 16:13 auf 24:13. Da hatte sich Langenargen-Tettnang bereits aufgegeben, leistete sich technische Fehler und unnötige Gegentore. Auch deshalb war die 22:31-Niederlage verdient, übrigens auch in der Höhe.

Solche „Ausrutscher“ wollte Langenargen-Tettnang diese Saison eigentlich vermeiden. Am Samstag lief es im Angriff nicht rund und die Abwehr machte ihren Job nicht. Das kratzte von der ersten Minute an am Selbstvertrauen. Auf eine Erschöpfung ihrer Nachwuchsspieler kann die HSG nicht verweisen: das Spiel der A-Jugend am Mittag wurde abgesagt, just weil die Erste den Nachwuchs dringend im Kader benötigte. Dazu kommen mittlerweile zahlreiche Ausfälle, so war etwa nur einer von fünf Linkshändern einsatzfähig.

„Wir haben keinen Zugriff auf das Spiel bekommen“, sagte der HSG-Coach Clemens Balle. Und: „Gegen diesen Gegner in dieser Höhe zu verlieren, ist wirklich ein Debakel.“ Jetzt hat die HSG vier Wochen Zeit, um sich von dem Schock zu erholen und sich auf die Rückrunde vorzubereiten. Weiter geht es am 27. Januar mit dem Heimspiel gegen den TSV Lindau.

HSG: Dennis Sebastian D’Argento, Maximilian Bell; Felix Baumann (1), Lukas Braunger (2), Simon Brugger (2/1), Noah Göppinger, Valentin Hirsch (4/1), Alexander Leppert, Markus Maag (6), Alexander Merath (3/3), Nils Teichmann (2), Markus Wuhrer (2).




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