HSG Langenargen-Tettnang

1. Herren - Ein nicht ganz gewöhnlicher Sieg

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TETTNANG (jgp) - Die Bezirksklasse-Handballer der HSG Langenargen-Tettnang I haben am Samstag einen 18:17-Erfolg gegen den TSV Lindau eingefahren. An dieser Partie war nicht nur besonders, dass sehr wenige Tore fielen - sondern auch, dass in der ersten Hälfte die Gäste gerade fünf Mal trafen (Halbzeitstand 11:5) und nach Seitenwechsel bei Langenargen-Tettnang in der Offensive der Ofen aus war. Die Gastgeber erzielten in der zweiten Hälfte nur sieben Tore.

Langenargen-Tettnang startete stark, insbesondere in der Abwehr. Auch Torwart Maximilian Bell trug seinen Anteil zu den rekordverdächtig wenigen fünf Gegentore in der ersten Hälfte bei. Möglicherweise waren die Gastgeber in der Pause ihrer Sache zu sicher. Clemens Balle warnte zwar davor, die 11:5-Halbzeitführung nicht zu überschätzen. Trotzdem verrannte sich die HSG-Offensive nach Seitenwechsel immer wieder in der Lindauer Abwehr. Langenargen-Tettnang schenkte den Ball oft unnötig her, nahm schwierige Würfe und vergab auch aus aussichtsreicher Position. 

Die Lindauer kämpften sich Tor um Tor heran, während die Gastgeber sich zwar nicht aufgaben, aber vorne teils minutenlang gar nichts mehr zustande brachten. Das einzige Glück von Langenargen-Tettnang war, dass Lindau stellenweise die spielerischen Mittel fehlten, um aus der Schwäche des Gegners wirklich Kapital zu schlagen. Nach dem Siebenmetertor durch den Lindauer Andreas Haller zwölf Sekunden vor Schluss passierte nichts mehr und Langenargen-Tettnang brachte den Sieg gerade so über die Zeit.

Logisch, dass der Trainer Clemens Balle von der zweiten Halbzeit enttäuscht war. "Die Mannschaft war stellenweise fahrig", beklagte der Trainer. Auf eine Kabinenpredigt unmittelbar nach der Partie verzichtete er, "aber die zweite Halbzeit wird am Dienstag im Training gewiss thematisiert". Balle stört, dass seine Mannschaft wiederum gegen ein Team aus dem hinteren Tabellendrittel das Spiel fast hergeschenkt hätte. "Wir haben doch schon vor Weihnachten mehrere Schüsse vor den Bug bekommen. Darauf müssen wir reagieren, und zwar nicht nur mit Worten, sondern mit Taten."

HSG: MAximilian Beil; Christian Brandt, Lukas Braunger (4), Simon Brugger (1), Noah Göppinger, Valentin Hirsch, Alexander Leppert (1), Alexander Merath (4/2), Felix Steinacher (3), Nils Teichmann (4), Markus Wuhrer, Christian Zocholl (1/1)




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