HSG Langenargen-Tettnang

Hippos - Hippos entscheiden spät „die Mutter aller Derbys“ für sich

128 mal gelesen

GV – Vergangen Samstag erfuhr das Derby der besonderen Art in der Kreisliga B Bodensee eine Neuauflage, welches die Hippos gegen die eigene 2. Herrenmannschaft erst spät, aber verdient mit 29:32 für sich entscheiden konnte.

Es war ein besonderes und bemerkenswertes Spiel, nicht nur aufgrund der einmaligen Konstellation, HSG 2 gegen HSG 3. Besonders, weil es eben ein vereinsinternes Duell ist, bei dem es um Meisterschaftspunkte geht und jede Mannschaft gewinnen wollte. Bemerkenswert, weil der Schiedsrichter OB-Mann den allen bestens bekannten Unparteiischen Hubert Baur vom SV Tannau einteilte. Es wurde das erwartet schwere Auswärtsspiel der Hippos gegen ein völlig neu aufgestelltes Perspektiv-Team aus den eigenen Reihen.

Und so Begann eine ausgeglichene und stark umkämpfte Partie, in der es, zumindest in Durchgang eins, keiner Mannschaft gelang, sich mit mehr als zwei Toren absetzen. Die Hippos führten zwar nach sechs Minuten mit 2:4, doch bis zur Minute 15 glichen die Gastgeber zum 6:6 aus und zogen dann binnen drei Minnten erstmals selbst auf 8:6 davon. Nach dem erneuten Ausgleichstreffer, wechselte von nun an die Führung bis zur Pause immerzu. Mal führten die Hausherren mit einem Tor, mal führten die zum Gastspiel hospitierenden Hippos mit einem. Ein packendes und vor allem spannendes internes Derby auf Augenhöhe. Konsequenterweise wurden die Seiten beim Stande von 14:13 für die Heimmannschaft getauscht.

Zu Beginn der zweiten Hälfte änderte sich am Spielverlauf nichts. Zwar wurde die Gangart etwas ruppiger, vermeintlich den schwinden Kräften geschuldet, jedoch entwickelte sich keine unfaire Partie. Beide Kontrahenten spielten in dieser Phase des Spiels mit offenem Visier. Über die Spielstände 14:14, 18:18 und 22:22, glichen die Gäste vom See in Minute 45 erneut zum 24:24 aus und erhöhten vier Minuten später auf 24:25. Zwanzig Minuten das gleiche und vor allem spannende Bild, mit einer stetig wechselnden Führung. Keiner Mannschaft gelang es bis dato, sich entscheidend abzusetzen. Im Folgenden machten beide Teams von ihrem Auszeitrecht Gebrauch, nach denen die sogenannte Crunchtime begann. Und in diesem Fall Begann in der Crunchtime, das Vabanquespiel, was an diesem Abend eher durch Erfahrung geprägt wurde. Georg Vögele, Marc Dreher und Alexander Schulze brachten die See-Hippos innerhalb von wenigen Minuten mit schönen und schnellen Treffern zum 24:29 auf die Siegerstraße. Die Hausherren hingegen ließen ihrerseits gute Einschussmöglichkeiten ungenutzt. Zwei Minuten vor dem Ende, beim Stande von 26:31, hatte nun keiner mehr Zweifel, dass die Dritte Herrenmannschaft erneut den Platz als Vereinsmeister verlässt. Die Zeichen für die eigenen Farben setzten die Gäste, wenngleich der wurfgewaltige Rückraum den Hippos über 60 Minuten hinweg Schwierigkeiten machte. Speziell Valentin Schraff mit 11 und Markus Maag mit 9 Treffern im Dress der Gastgeber, erwischten einen sehr guten Abend. Dem hatten jedoch die See-Hippos in Marc Dreher mit 6 und Routinier Georg Vögele mit 17 Treffern einiges entgegenzusetzen. Ein an Spannung kaum zu übertreffendes Derby endete mit einem 29:32 Auswärtssieg für die See-Hippos.
Die Euphorie und vor allem die Spannung der Weltmeisterschaft wurde direkt in dieses einzigartige Sportereignis übertragen. Großer Respekt an alle Beteiligten, für den aufopferungsvollen Kampf und ein spektakuläres Derby, welches wieder einmal Werbung für den Handballsport an sich war.

Für die HSG-3 spielten:
Michael Wenzel und Stefan Mayr (Tor), Georg Vögele, Manuel Knierim, Marc Dreher, Klaus Heinzler, Markus Niedermann, Johannes Widmann, Urs Biermann, Sascha Merath, Alexander Schulze, Martin Maier und Maximilian Göbel.




Hauptvereine